#24 Design Made In Germany

Wer sich hier in Deutschland im Bereich Design bewegt, ist zwangsläufig schon einmal über Design Made In Germany gestolpert. Diejenigen, die das Blog nicht kennen, haben zumindest schon einmal das Magazin gelesen. Warum wir sie erst heute bei ‘Behind the Blog’ featuren ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Aber besser spät als nie! Nadine Roßa aus der DmiG Redaktion hat sich etwas Zeit für uns genommen und den Fragebogen ausgefüllt. Viel Spaß!

Design made in Germany in einem Satz:
Der Blog von Design made in Germany komplettiert das Angebot unserer Website, die sich mit deutschem Design in jeglicher Hinsicht beschäftigt.

Warum hast du mit dem Bloggen angefangen?
Eigentlich gebe ich zusammen mit Patrick Marc Sommer das Magazin von Design Made in Germany heraus, das in regelmäßigen Abständen erscheint. Das Magazin ist schon länger Bestandteil von Dmig, der Blog kam dann später dazu und so war es naheliegend alles ‘zeitnahe’ und Aktuelle im Blog abzubilden. Kurz also: Es hat sich irgendwie ergeben.

Das Beste/Schlechteste am Bloggen:
Das Beste: Fundstücke und Meinungen mit Leuten, die die gleichen Interessen haben, teilen und diskutieren zu können.

Das Schlechteste: Unkonstruktive und beleidigende Kommentare, trolling also. Damit habe ich persönlich (zum Glück) bisher noch nicht so viel Erfahrung, aber das ist der Grund warum ich bei den meisten Blogs aufgehört habe, Kommentare zu lesen. Die Anonymität des Netzes verleitet viele Leute dazu eine Tonalität an den Tag zu legen, die sie ‘Face-to-Face’ niemals anschlagen würden. Das finde ich schade, denn nichts geht über eine vernünftige Diskussionskultur (on- und offline).

Worin unterscheidet sich Design made in Germany zu den anderen Blogs?
Nun ja, zum einen sicher darin, dass es nicht nur ‘meine’ Seite ist. An Design Made in Germany arbeiten sehr viele Leute mit, ich bin nur eine davon. Ich glaube, wir füllen eine Lücke. In anderen Ländern gibt es wirkliche Begriffe für regionales Design: Swiss Design ist vielen ein Begriff, Dutch Design oder Scandinavian Design. Wir rücken deutsches (Kommunikations)Design stark in den Vordergrund. Wenn man so will sind wir eine Art Markenbotschafter für deutsches Design.

Wie sieht dein Tagesablauf aus?
Mein Tag beginnt gegen sieben mit sanftem Weckerklingeln (Ich habe kürzlich die Schlafrythmus-App für mich entdeckt). Meine Tage sind oft lang, weswegen ich es morgens sehr langsam angehen lasse mit ausgiebigem Frühstück und gutem Kaffee. Gegen halb neun bin ich dann in unserem Büro, ich habe in diesem Jahr eine Firma gegründet. Die erste Stunde geht meist für reines Online-Screening drauf: Nachrichten und Blogs lesen, E-Mails beantworten, Social Media überfliegen. Wenn ich dabei interessantes finde, blogge ich darüber. Die Abende verbringe ich entweder mit Sport oder Freunden oder manchmal auch Arbeit oder Sachen, die tagsüber liegen geblieben sind.

Unterschied zwischen Blogger und Journalist?
Bloggen kann jeder, der einen Computer mit Internetzugang hat, aber wirklich ‘schreiben’ können nur Journalisten. Allerdings hat das klassische Blogging auch viele sehr gute Schreiber an den Tag gebracht, die sich selbst sicher nicht als Journalisten bezeichnen würden und sonst unentdeckt geblieben wären. Ein Hoch auf Blogs :-)

Welche Projekte sind in naher Zukunft geplant?
Privat habe ich mit meiner Firma ein paar noch nicht ganz spruchreife Pläne, auf die ich mich sehr freue.

3 Dinge, die immer auf deinem Schreibtisch stehen:
Kaugummi
Eine Kaffeetasse, je nach Tageszeit leer oder gefüllt
Eine Stiftebox

3 brauchbare Accessoires für Blogger (außer Laptop & W-Lan)
Das Internet
Social Media
(Print)-Magazine

3 Wörter die dich definieren:
Ungeduldig, Umtriebig, Unglaublich optimistisch (damit auch alle mit u anfangen)

Top 5 Blogs:
(außer Ignant, versteht sich)
1. Fontblog
2. Designtagebuch
3. Swissmiss
4. Stylespion
5. They Draw & Cook

www.designmadeingermany.de

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